Deaf Havana

© Jon Stone
Deaf Havana
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  • Samstag, 2. März 2019
  • Bi Nuu
  • 19:00
  • 20:00

Veranstalter: Trinity Music

James Veck-Gilodi ist auf Konfusion, sogar auf Aufregung, vorbereitet. Deaf Havanas Frontmann... mehr

James Veck-Gilodi ist auf Konfusion, sogar auf Aufregung, vorbereitet. Deaf Havanas Frontmann und Songwriter weiß genau, dass einige Fans vom fünften Album seiner Band überrascht sein werden. Denn auf Rituals verwandelt sich der Hardrock des beliebten Britrock-Quintetts in, nennen wir es, so etwas wie Hardpop.

Ja, die robusten Riffs, die den UK-Top 5-Vorgänger All These Countless Nights im letzten Jahrausgemacht haben, sind noch immer vorhanden.Aber seit der Veröffentlichung dieser Scheibe haben sich Deaf Havana neu erfunden, aufgestellt und verjüngt; sie sind bereit für den nächsten Karriereabschnitt. Mit erst 28 Jahren hat sich Veck-Gilodi zu einem Songwriter und Produzenten mit selten gehörtem Faible für Melodien gewandelt, während er aber gleichzeitig auch nicht den Kontakt für die Rock’n’roll-Befindlichkeiten und die intensive emotionale Ehrlichkeit verloren hat, die Deaf Havana zu einer der Protagonisten des Alternative Rocks gemacht haben.

Ähnlich wie die Art, Songs zu schreiben – schnell und mutig – bringt er seine Philosophie auf den Punkt: „Ich glaube, das sind die besten Songs, die ich bisher geschrieben habe, von den Texten her ehrlich und sehr tiefgehend.“

Für Veck-Gilodi ist Rituals eine neue Ausrichtung auf verschiedenen Ebenen. Für das letzte Album benötigte die Band satte fünf Jahre, obwohl sie es komplett live eingespielt hat. Man muss hier leider das altbekannte Klischee von Plattenfirmen-Politik bemühen. Rituals dagegen wurde in weniger als drei Monaten geschrieben und aufgenommen; und es ist im Prinzip ein Alleingang des Frontmanns.

„Sicherlich ist es eine Platte der gesamten Band”, erklärt er, „aber das Ganze ist eine sehr persönliche Sache, ein Alleingang, der mir einiges von der Seele genommen hat. Ich schreibe normalerweise über dieselben Dinge, also eher persönliche Erfahrungen, aber diesmal wusste ich, dass ich dem Ganzen ein übergreifendes Thema geben wollte. Also habe ich religiöse Themen als Metaphern benutzt – eine Metapher auch für mich. Ich bin nämlich manchmal ein richtiges Arschloch!”, lacht er, bodenständig wie eh und je und sofort jeden möglichen Anflug von Hochnäsigkeit ausschließend.

Den thematischen Rahmen setzte er schon zu Beginn in den Vordergrund, indem er ganz simpel mit 12 Songtiteln anfing. „Das gab das Ziel vor. So konnte ich mit einem Chorus, einem bestimmten Wort oder Thema, das mit dem Ganzen zusammenhing, arbeiten – also Wake, Sinner, Ritual, Hell, Holy, Saviour“. So jedenfalls erklärt er die ersten sechs Songs von Rituals.

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