Vitalic

© Charlie le Mindu, David Hugono Petit, Adrien La Chappelle & Sophie Fauquet
Vitalic
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  • Samstag, 13. Oktober 2018
  • Columbia Theater
  • 19:00
  • 20:00

Veranstalter: Loft Concerts

Seit gut fünfzehn Jahre arbeitet Vitalic an seiner persönlichen Techno-Definition. In seinem... mehr

Seit gut fünfzehn Jahre arbeitet Vitalic an seiner persönlichen Techno-Definition. In seinem Sound, in dem ganz klar auch seine französischen Wurzeln durchschimmern, verbindet er elektronische Beats und ultraeingängige Melodien zu seinem ganz eigenen Trademark-Style. Viele seiner Tracks – zum Beispiel „Poney“, „La Rock 01“, „My Friend Dario“ oder auch „You Prefer Cocaine“ – avancierten zu echten Club-Klassikern und trugen dazu bei, die Grenzen zwischen Techno, Disco, Rock und Pop immer mehr zu verwischen. Zugleich funktionierten diese Tracks wie eine Art Lebenselixier, ja wie eine Blaupause: Sie wurden zur Inspirationsquelle für eine Szene, die nach dem Ende des French House damit gekämpft hatte, etwas Neues und Spannenderes zu finden.

 Für „Voyager“, sein viertes Studioalbum, das er in den letzten zwei Jahren geschrieben und aufgenommen hat und das er selbst als sein discolastigstes Album überhaupt bezeichnet, hatte Vitalic ursprünglich etwas sehr viel weniger Tanzbares im Sinn, einen Sound, der eher an die elektronische Musik der Siebziger anknüpft. Ein Ansatz, den er jedoch schon wenig später entschärfte, als er während der Produktion seine Meinung änderte und dann doch mit Beats arbeitete. Das hat der Platte gut getan, die sich auch ganz klar das kosmische Disco-Erbe der 80er auf die Fahne geschrieben hat und deren ekstatische Synthesizer die Handschrift von Pionieren wie Moroder, Cerrone, Patrick Cowley, Lime, Spacer, Carpenter und Gino Soccio tragen. Sowohl der Titel als auch das retrofuturistische Artwork von Voyager deuten bereits an, in welche Richtung Vitalic dieses Mal aufgebrochen ist: „Voyager“ ist eine vertonte Weltraumodyssee, ein eigener Kosmos aus Stücken, die zum Tanzen in der Schwerelosigkeit einladen, gefolgt von ruhigeren, melancholischeren Abschnitten – Freiraum, um den verlorenen Galaxien innerhalb dieses Universums nachzutrauern.

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