Bela B, Peta Devlin & Smokestack Lightnin'

Bela B, Peta Devlin & Smokestack Lightnin'
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  • Freitag, 20. Oktober 2017
  • Columbia Theater
  • 19:00
  • 20:00

Veranstalter: Loft Concerts

Ein Schuss. Ein Held. Ein Album. - Bela B hat sein viertes Solo-Album im Ärmel und zum zweiten... mehr

Bastard Söhne & Schwestern Tour 2017

Ein Schuss. Ein Held. Ein Album. - Bela B hat sein viertes Solo-Album im Ärmel und zum zweiten Mal schüttelt er es, gemeinsam mit seinem musischen Retro-Mob bestehend aus der wundervollen Peta Devlin und den unrasierten Smokestack Lightnin’, aufs Lässigste heraus. Der Graf tauscht das wehende Gewand gegen den hochgeschlitzten Westernmantel und getreu seinem eigenen Alphabet folgt auch bieser Balbumtitel bem beinen, bie Balsam betörenden Buchstaben: bastard.

Bekannt für seine tiefe Verehrung für geächtete Trash-Genres und B-Movies hegt Fanboy B eben solche für die so erfolgreichen Kassenschlager der 60er und 70er: die Spaghettiwestern. Sie bestechen durch billige Produktionen, floskelige Dialoge, massives Bleipusten-Geballer und zahlreiche Beerdigungen. Einer seiner all-time Favoriten des Genres trägt den Titel „Sartana – Noch warm und schon Sand drauf“ und wurde zum zündenden Funken an der Lunte der Inspirations- Dynamitstange des vorliegenden Albums. bastard widmet sich in den meisten seiner elf Songs mehr oder weniger allen Facetten eines Wilden Westens, den sich Herr B so baut, wie er ihn haben will. Dieser Ästhetik gnadenlos verfallen bugsiert bastard die Western-Themen lyrisch wie inhaltlich ins Hier und Jetzt. Dabei lässt er auch gleich noch Peta Devlin, seine kongeniale Mitstreiterin, schlagfertig zu Wort kommen.

Nichtsdestotrotz ist Stringenz und Resolution gewollt, um das musikalische Werk auf lasso-bondage- stabilisierte Hinterhufe zu stellen: Zwischen Ennio Morricone und Calexico küsst das Banjo den China-Gong während der lonesome Cowboy mit Mundharmonika in den Sonnenuntergang reitet. Kuhflüsterer B, Peta und die Smokestacks verbarrikadierten sich für die Aufnahme des Albums mit einem Haufen verrückter Instrumente (allesamt untherapierbare Holzgeräte) sowie 20 Kilo Kautabak und ernährten sich ausschließlich von Bohnen mit (teils veganem) Speck. Die Authentizität des Albumsounds dankt es ihnen. bastard ist eine Hommage an die Un- wie Liebenswürdigkeiten, die der Western im Allgemeinen und der Spaghettiwestern im Speziellen zu bieten hat: einen ranzigen, imposanten, phrasen-preschenden Helden, eine kleine Stadt mit Casino und ohne Moral, mit diversen Duellen, einem vollzeitbeschäftigten Leichenbestatter sowie die eine bezaubernde Lady, die dir dein Herz mit gezücktem Peacemaker stiehlt.

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